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Samstag, 17. April 2004, 12:36

IMAP Namespace Extension und Self-configuration

Ich habe soeben im Bugtracker einen Feature-Wunsch für die IMAP Implementierung in TB! veröffentlicht. Dabei geht es um die IMAP Namespace Extension (beschrieben in RFC 2342) und das Self-configuration Feature (beschrieben in )RFC 2060.

Wer z.B. Courier-IMAP als IMAP-Server nutzt, weiß welche Probleme die fehlende oder mangelhafte Unterstützung des IMAP Namespaces mit sich bringt. Das Feature Self-configuration würde dem unbedarften IMAP-User einen großen Schritt Komfort bei der Konfiguration bescheren, weil er dann eigentlich kaum mehr etwas konfigurieren muß.

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Samstag, 17. April 2004, 12:40

IMAP Namespace Extension und Self-configuration

Könntest du diese beiden Funktionen hier kurz erläutern damit nicht jeder sich seitenweise die RFCs durchlesen muss? Falls ich es dann immernoch für sinnvoll halte supporte ich natürlich gerne :)

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Samstag, 17. April 2004, 13:09

IMAP Namespace Extension und Self-configuration

Eigentlich müßtest Du nur den Abschnitt 'Abstract' der betreffenden RFCs lesen. Dort ist alles sehr kurz und prägnant beschrieben. Aber ich erläutere die Problematik auch gern:

IMAP Namespace Extension:

Für IMAP4 gibt es keinen festgelegten Namensraum ("Wo liegen die einzelnen Ordner?"). Mit der Zeit haben sich zwei Modelle für den Namensraum etabliert. Um dem IMAP-Client zu ermöglichen, herauszufinden, welcher Namensraum vom IMAP-Server genutzt wird, gibt es das Kommando NAMESPACE. Wenn der Client dies absetzt, informiert der Server über die Bedingungen des Namensraumes. Der Client erhält die Prefixe für persönliche Mailboxen, andere Mailboxen und gemeinsam genutzte Mailboxen. Das sind die Hauptverzeichnisse, die man sonst manuell in die Konfiguration eingeben müßte.

Courier-IMAP nutzt z.B. INBOX als Hauptverzeichnis. Sämtliche Verzeichnisse werden unterhalb dieses Ordner angelegt. In TB! sieht das dann zeimlich blöd aus, weil alle Ordner unterhalb des Posteinganges liegen. Auch wenn "INBOX" als Hauptverzeichnis konfiguriert ist, schert TB! sich nicht darum. Beim Anlegen von Ordner muß immer händisch das Prefix "INBOX" ausgewählt werden.

Self-configuration Feature:

Mit ACAP (Application Configuration Access Protocol) gibt es ein Protokoll, das es dem Client ermöglicht, auf die notwendigen Konfigurationsdaten für die Nutzung des Servers zuzugreifen. Der Client kann sich somit gewissermaßen selbst konfigurieren. Dieses Protokoll war zur Entstehung des RFC 2060 im Jahre 1996 noch in der Diskussion, aber zwischenzeitlich sollte es wohl verfügbar sein. Eventuell unter einer anderen Bezeichnung.

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Samstag, 17. April 2004, 14:13

IMAP Namespace Extension und Self-configuration

Ich bin zwar nur ein dummer Anwender... aber ich supporte deinen Eintrag. Cool.
[size=1]Man möchte manchmal Kannibale sein, nicht um den oder jenen aufzufressen, sondern um ihn auszukotzen. Johann Nestroy.[/size]

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Samstag, 17. April 2004, 14:31

IMAP Namespace Extension und Self-configuration

Zitat

Ich bin zwar nur ein dummer Anwender... aber ich supporte deinen Eintrag. Cool.

Das Du dumm bist, glaube ich nicht. Aber genau für die Anwender ist dieser Feature-Wunsch auch gedacht. Denn dem Anwender wird dadurch einiges an Konfigurationsarbeit und Ärger abgenommen.

Ich betrachte das Ganze übrigens eigentlich weniger als Feature-Wunsch, denn als großen Bug. Ein IMAP-Client sollte diese Feature einfach unterstützen. Da gibt es meiner Meinung nach gar keine Diskussion. Daher habe ich mein Anliegen nicht unter der TB! Wishlist veröffentlicht.

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Samstag, 17. April 2004, 14:44

IMAP Namespace Extension und Self-configuration

@Jules: Danke für die Erklärung :)

Egal ob Wish oder Bug, das confirm ich auf jeden Fall! :thumbup:

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Sonntag, 18. April 2004, 03:18

IMAP Namespace Extension und Self-configuration

Das hört sich gut an und bringt TB und IMAP wohl wieder einen Schritt weiter.
Werde ich unterstützen, aber dennoch sollten erst die Bugs gefixed werden.

Gruß
Manni
Gruß
Manni

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Freitag, 15. Mai 2009, 17:29

Re: IMAP Namespace Extension und Self-configuration

Da hat sich bei IMAP immer noch nicht viel getan.