Eigentlich müßtest Du nur den Abschnitt 'Abstract' der betreffenden RFCs lesen. Dort ist alles sehr kurz und prägnant beschrieben. Aber ich erläutere die Problematik auch gern:
IMAP Namespace Extension:
Für IMAP4 gibt es keinen festgelegten Namensraum ("Wo liegen die einzelnen Ordner?"). Mit der Zeit haben sich zwei Modelle für den Namensraum etabliert. Um dem IMAP-Client zu ermöglichen, herauszufinden, welcher Namensraum vom IMAP-Server genutzt wird, gibt es das Kommando NAMESPACE. Wenn der Client dies absetzt, informiert der Server über die Bedingungen des Namensraumes. Der Client erhält die Prefixe für persönliche Mailboxen, andere Mailboxen und gemeinsam genutzte Mailboxen. Das sind die Hauptverzeichnisse, die man sonst manuell in die Konfiguration eingeben müßte.
Courier-IMAP nutzt z.B. INBOX als Hauptverzeichnis. Sämtliche Verzeichnisse werden unterhalb dieses Ordner angelegt. In TB! sieht das dann zeimlich blöd aus, weil alle Ordner unterhalb des Posteinganges liegen. Auch wenn "INBOX" als Hauptverzeichnis konfiguriert ist, schert TB! sich nicht darum. Beim Anlegen von Ordner muß immer händisch das Prefix "INBOX" ausgewählt werden.
Self-configuration Feature:
Mit ACAP (Application Configuration Access Protocol) gibt es ein Protokoll, das es dem Client ermöglicht, auf die notwendigen Konfigurationsdaten für die Nutzung des Servers zuzugreifen. Der Client kann sich somit gewissermaßen selbst konfigurieren. Dieses Protokoll war zur Entstehung des RFC 2060 im Jahre 1996 noch in der Diskussion, aber zwischenzeitlich sollte es wohl verfügbar sein. Eventuell unter einer anderen Bezeichnung.