Automatisch .TBB Dateien in .MBOX umwandeln? (Für Claws, auf Linux)

  • Ich benutze jetzt seit fast 3 Jahren Linux Mint, habe aber immer noch eine Windows7 Partition. Mittlerweile habe ich für alle Windows Programme ein Linux Gegenstück gefunden, so auch (ziemlich seit Beginn) Claws-Mail. The Bat! via Wine hat nie funktioniert, und mir gefällt Claws auch recht gut, vor allem auch, daß es kein proprietäres Dateiformat verwendet.


    Vor einigen Monaten hatte ich damit angefangen, alle Emails als .txt Dateien abzuspeichern, aber das ist etwas puckelig, weil ja auch die Anhänge als solche alle in einem Ordner gespeichert werden; wenn es mehrere Anhänge mit dem gleichen Namen gibt, werden die nummeriert, aber (ich glaube), die Referenz zum Anhang im Text selbst geschieht ohne Nummer.


    Wie auch immer, inzwischen hab ich erkannt, daß der Export aus der Bat via mbox einen super Import nach Claws ermöglicht. Dort tauchen dann alle Emails einfach wieder so auf, einzeln und mit Anhängen, wie auch zuvor in der Bat.


    Da ich buchstäblich hunderte von .TBB Dateien habe -- einige "versteckte" Ordner, archiviert per einfacher "Löschung" in der Bat, aber jeweils ohne die Ordner von der Festplatte zu löschen --, möchte ich mal in die Runde fragen, ob jemand weiß, ob und wie ich die .TBB Dateien in .MBOX Dateien automatisch umwandeln könnte.


    Also, konkret, im Idealfall: ein Tool, daß den gesamten Ordner mitsamt Unterordnern durchläuft und für jede Datei ein MBOX-Gegenstück erstellt. Gibt es so etwas? Ich konnte bislang nichts finden.

  • Drittprogramme, die das The Bat!'s .tbb Format unterstützen und auch noch kostenlos sind, gibt's wohl nicht. Früher gab es Aid4Mail. Das Tool konnte verschiedene Formate konvertieren und unterstütze u.a. .tbb und.mbox, kostete aber Geld. Selbst wenn es dieses Tool immer noch gibt, wird es sicherlich immer noch kostenpflichtig sein.


    Wenn du es kostenlos haben willst, dann musst du wohl in einem Ordner alle Nachrichten markieren und über Hilfsmittel als .mbox exportieren. Sie werden dann alle in einer .mbox Datei gespeichert. Und so muss man das in jedem Ordner machen.

  • Danke, sanyok.


    Ich hab inzwischen zwei kostenpflichtige Programme gefunden. Die kosten mir aber etwas zu viel (29-39 Euro). So nehm ich mir einfach jeden Tag einen Haufen vor, damit's nicht all zu monoton wird. Hab ja keine Eile.

  • benötige ein Alternative zu The Bat!

    Existiert für mich nicht. Alle Linux-Mailprogramme, die ich kenn’ können nicht das was The Bat! kann.

    Stellt sich die Frage was brauchst du? Viele Filter? Spezielle Makros?

    The Bat! Pro 10.x BETA (32bit, keine nau) | Win 11 Pro x64 | GnuPG 2.4.x | XMP + Regula


    Wer mich Er oder der Drache nennt, bekommt von der Drachin Pratze und Feuer zu spüren.

  • Danke, sanyok.

    Kannst du Sie nennen? Vielleicht wird das mal für jemanden nützlich sein.

    Klar. Ich muß dabei aber erwähnen, daß ich im englischsprachigen Raum gesucht habe (lebe in in den USA, da maßen sich alle großen Suchmaschinen (und kleine gibt's ja fast nicht mehr) an selbst dann vorwiegend englischsprachige Ergebnisse anzuzeigen, wenn du die Region UND die Sprache auf etwas anderes als Englisch setzt... :cursing:).

    Hier:

    https://www.bitrecover.com/bat-converter/ ($39)

    https://www.recoverytools.com/bat-mail/migrator/ ($29; Demoversion für 25 Emails aus jedem Ordner)


    Für die zweite gibt's hier eine Anleitung (der Link dafür ist etwas versteckt):

    How to Convert The Bat Emails Using RecoveryTools The Bat Migrator


    Die erste gibt direkt an, daß die LIzenz für 2 Maschinen gilt; die zweite hält sich bedeckt.


    Keine Ahnung, wie seriös diese beiden Anbieter sind. Aber zumindest gibt's in einem Fall eine Demo. Die Namen sind sehr ähnlich, aber das muß ja nichts heißen.

  • Eigentlich möchte ich Claws-Mail nur mal ausprobieren. Bin Linux Neuling. Suche nur ein vernünftiges Mailprogramm unter Linux.

    Also, ich muß ehrlich sagen, daß mir die Fledermaus viel zu viel geboten hat, das ich nie nutzte. Ganz zu Anfang (ich hatte eine Lizenz für die erste Version) hatte ich eine Mailingliste zu managen, aber über die Jahre hat sich das geändert.


    Ich hab einen ganzen Haufen Email-Konten (mit jeweils zig Ordnern für jede Adressatin), die haben sich auch über die Jahre hin angehäuft, manche stillgelegt, aber immer noch präsent, zum Nachgucken.


    Mir gefällt Claws super gut, viel besser als Thunderbird. Letzteres finde ich fürchterlich - es hat den Anschein, als ob die Entwickler die unterschiedlichen Komponenten unter sich aufgeteilt haben und unabhängig voneinander weiterentwickeln. Probier doch Claws einfach mal aus, Stefan, vielleicht parallel zu Thunderbird. (Laß beide Deine Emails abholen, aber nicht auf dem Server löschen, dann brauchst Du nichts umzustellen oder rumzukopieren.)


    Der Support für Claws ist fürchterlicherweise per mailinglist, es gibt kein Forum, aber sehr viel (zum Teil veraltete) Dokumentation. (Das von mir gehaßte) Google sucht allerdings im Mailingslist Archiv, was sehr hilfreich ist. Je nachdem welches Linux Du benutzt, kannst Du auch in dessen Forum fragen. (Ich hab Linux Mint.)


    Große Empfehlung: lad Dir auch Clawsker herunter, womit Du mehr Einstellungsmöglichkeiten hast als im Programm selbst. Es gibt eine Menge plugins (Spam, Kalendar, RSS, Backup, Verschlüsselung, etc.) die ich fast alle benutze. Die Sortierfunktionen sind denen der Bat gleichwertig, kaum in anderen Programmen zu finden und intelligent: wenn Du die Ordnerstruktur änderst, passen sich die Filter automatisch an. Es gibt auch, wie bei der Bat, mehr Funktionen als ich persönlich brauche. ;)


    Eine Warnung: ich hatte mich fürs MH Mailbox-Format entschieden, weil mir gefiel, daß für jede Email eine super kleine Datei erstellt wird, während mbox (wie .TBB) eine große Datei erstellt. Wohlgemerkt: beide Formate speichern Emails als simplen Text ab, da gibt es kein proprietäres Dateiformat. Was mir erst später aufgefallen ist: beide Formate (ich glaub es gibt keine dritte Möglichkeit), speichern alle Anhänge direkt in der Textdatei ab, also nicht separat, wie die Bat. Das ist weniger ideal, ist aber wohl mittlerweile bei allen nicht-Bat Emailprogrammen so. Es gibt ein plugin, mit dem Du Anhänge löschen kannst, aber das arbeitet sich durch ALLE Ordner. Leider gibt es keine Automation zum Abspeichern der Anhänge. Ich machs inzwischen so, daß ich diejenigen Anhänge, die wichtig sind (Dokumente, Fotos), einfach direkt dort abspeichere wo sie hingehören, und dann all die anderen Anhänge (HTML-Versionen von Text-Emails) löschen lasse.


    Ich hab jetzt mal probeweise einen in MBOX umgewandelten Ordner aus der Bat in mein Claws geholt, was super einfach war, und ich hab 'ne nteressante Beobachtung gemacht.

    Konkret: ich sammle seit Jahren den Steuerspar-Newsletter. Die aus der Bat rübergebrachte Mbox-Datei hab ich einen eigenen Ordner gepackt. Dort konnte ich dann alle Emails genau so sehen, wie sie vorher waren und wie die anderen Emails in Claws.

    1. Test: eine Email aus dem MBOX-Ordner (A) wird in den Claws-Ordner (B) kopiert. Ergebnis: die A-Email wird im MH-Format im B-Ordner abgelegt.

    2. Test: zwei Emails aus A kopiert nach B. Ergebnis: beide bekommen eine eigene MH-Datei.

    3. Test: eine Email aus B kopiert nach A. Ergebnis: die Mbox-Datei in A wird vergrößert.


    Das ist momentan alles, was mir einfällt. Sag ruhig, wenn Du noch andere Fragen hast. Ich helf gern. :)

  • ein Tool, daß den gesamten Ordner mitsamt Unterordnern durchläuft und für jede Datei ein MBOX-Gegenstück erstellt.

    Wäre auch etwas für den BT-Wish. Eine Export-Option gibt's ja sowieso bereits. Also könnten Ritlabs auch eine Art Konverter einbauen, der wenigstens einen Ordner, wenn nicht gleich das gesamte Konto, schnell in .mbox umwandelt. Da du aber sowieso wechselst, ist es wohl nichts für dich.

  • Wäre auch etwas für den BT-Wish. Eine Export-Option gibt's ja sowieso bereits. Also könnten Ritlabs auch eine Art Konverter einbauen, der wenigstens einen Ordner, wenn nicht gleich das gesamte Konto, schnell in .mbox umwandelt. Da du aber sowieso wechselst, ist es wohl nichts für dich.

    Wäre wohl nicht so in derem Interesse, das Aussteigen bzw. Wechseln zu einem anderen Programm einfacher zu machen. ;)


    Ich frag mich, ob sie aber vielleicht mal Interesse daran entwickeln, doch eine Linux Version zu basteln. Mittlerweile setzen sich immer mehr SNAP, AppImage and Flatpack als Standard-Komponente durch -- Vorteil hier: Programme, die diese "Technologie" benutzen, laufen auf ALLEN Linux Versionen. Es scheint, als wolle die Linux-Welt dadurch mehr ursprünglich Windows-fokussierte Software-Anbieter dazu bringen, Linux-Versionen zu bauen. Wäre toll, weil es da immer noch einige Windows-Programme gibt, die kein oder nur mittelmäßiges Gegenstück unter Linux haben (MediaMonkey, Adobe, etc.).

  • Wäre wohl nicht so in derem Interesse, das Aussteigen bzw. Wechseln zu einem anderen Programm einfacher zu machen.

    Dann hätten sie doch auch diese Export-Möglichkeit nicht angeboten. Außerdem bedeutet es nicht zwangsläufig, dass man es nur für einen MUA-Wechsel verwenden würde. Das ist eins der wenigen Formate, die es erlauben, mehrere Nachrichten mit Anhängen in einer einzigen Datei zu speichern, was auch z.B. die Übertragung zwischen mehreren TB!-Versionen einfacher macht oder als Backup statt dem proprietären TBK, auf das man keinen Zugriff hat, falls die Datei defekt ist.


    Wie gesagt, das Grundgerüst ist ja schon da. Man muss lediglich eine zusätzliche Funktion einbauen.


    Ich frag mich, ob sie aber vielleicht mal Interesse daran entwickeln, doch eine Linux Version zu basteln

    Dieser Wunsch wurde schon oft geäußert. Es gab mal z.B. vor Jahren eine Umfrage, im Rahmen derer man noch einen Rabatt-Gutschein bekommen konnte. Kalender, mobile sowie eine Linux-Version wurden von den meisten gewünscht. Den Kalender haben wir jetzt bekommen. Also, wer weiß...


    Auf der anderen Seite wäre es noch vor Jahren mit Kylix möglich gewesen. Die IDE ist aber eingestellt worden. Da es wohl immer noch keine vernünftige Alternative gibt, wird eine Linux-Version mittlerweile nicht so einfach zu verwirklichen sein.